Luise Kachel | Torstens Mutter

Frau Kachel (Eva Weißenborn) wurde kurz nach der Gründung der DDR im Osten des geteilten Berlins geboren, wo sie als Einzelkind aufwuchs. Bis auf zwei, drei Urlaube an der Ostsee hat sie Berlin nie verlassen, was sie aber auch nie bereut hat. Ihr Mann arbeitete als Matrose und Schiffskoch. Bei einer der Fahrten zu den politischen befreundeten Genossen in Mosambik setzte er sich ab und kehrte nicht zurück. Torsten war damals gerade zwei Jahre alt. Seit dem lebte sie mit ihrem Sohn alleine. Nach der Wende verlor Frau Kachel ihren Job in einer Farb- und Lackfabrik und jobbte als Verkäuferin in Supermärkten. Mit Anfang fünfzig wurde sie erneut arbeitslos und lebt seit dem von der Stütze. Aufgrund der Wende hat sie nur eine geringfügige Rente zu erwarten. Sie nimmt es gelassen.

Eva Weißenborn spielt Frau Kachel
Eva Weißenborn spielt Frau Kachel

Ihren trockenen Humor hat sie sich trotz aller Schicksalsschläge behalten. Sie ist sich bewusst, dass es um ihre Gesundheit schlecht bestellt ist. Warum sich also mit Geld- und Zukunftssorgen plagen. Da ist sie pragmatisch. Zu Torsten hat sie ein sehr inniges Verhältnis, allerdings versteckt sie ihre Zuneigung meist hinter flotten Sprüchen und dem Qualm ihrer Zigaretten. Gefühle offen zu zeigen, ist nicht ihre große Stärke. Da sie spürt, dass Torsten sehr sensibel ist, glaubt sie daher auch, ihn durch ihre ruppige Art so besser auf die Wirklichkeit vorbereiten zu können.